Immobilienlexikon von A–Z: Begriffe einfach erklärt
In unserem Immobilienlexikon erklären wir wichtige Begriffe rund um Kauf, Verkauf, Finanzierung und Bewertung von Immobilien verständlich und kompakt. Für eine persönliche Beratung in Sachen Immobilien nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! Informieren Sie sich auch über unsere Leistungen zu Verkauf und Vermietung von Wohnimmobilien.
A
Abschreibung (AfA)
Die Abschreibung (AfA) ist eine steuerliche Möglichkeit, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Immobilie über ihre Nutzungsdauer verteilt als Betriebsausgabe geltend zu machen. Für vermietete Immobilien wird dadurch jährlich ein bestimmter Anteil steuerlich abgesetzt, was die Steuerlast senkt. Die Höhe und Dauer der AfA hängen unter anderem vom Baujahr und der Art der Immobilie ab.
Alleineigentum
Alleineigentum liegt vor, wenn eine Immobilie vollständig einer einzelnen Person gehört. Diese Person kann frei über die Immobilie entscheiden, z. B. sie vermieten, verkaufen oder belasten. Es sind keine Abstimmungen oder Zustimmungen anderer Eigentümer erforderlich, wie es bei Gemeinschaftseigentum der Fall wäre.
Altlasten
Altlasten sind Belastungen des Grundstücks durch Schadstoffe, die aus früheren Nutzungen stammen können, zum Beispiel durch industrielle Nutzung oder unsachgemäße Lagerung von Chemikalien. Altlasten können die Nutzung, den Wert und die Finanzierung einer Immobilie erheblich beeinflussen, daher sind sie in der Ankaufsprüfung besonders wichtig.
Ankaufsprüfung (Due Diligence)
Die Ankaufsprüfung (Due Diligence) ist eine umfassende Untersuchung einer Immobilie vor dem Kauf. Dabei werden rechtliche Aspekte (Grundbuch, Baulasten), technische Faktoren (Zustand, Bausubstanz, Schäden) und wirtschaftliche Kennzahlen (Mieteinnahmen, Betriebskosten) geprüft. Ziel ist es, Risiken zu erkennen und eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen.
B
Baulast
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers, die im Baulastenverzeichnis der zuständigen Behörde eingetragen wird. Sie kann zum Beispiel ein Wegerecht, ein Abstandsflächenverbot oder eine Verpflichtung zur öffentlichen Nutzung betreffen. Baulasten beeinflussen die Nutzung und die Entwicklung eines Grundstücks.
Baugenehmigung
Die Baugenehmigung ist eine behördliche Erlaubnis, die für den Neubau oder wesentliche Änderungen an einem Gebäude erforderlich ist. Sie stellt sicher, dass Bauvorhaben den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, etwa hinsichtlich Sicherheit, Abstand, Nutzung und Denkmalschutz. Ohne Baugenehmigung dürfen Bauarbeiten nicht beginnen.
Baufinanzierung
Die Baufinanzierung ist die Finanzierung des Kaufs, Baus oder der Modernisierung einer Immobilie. Sie besteht meist aus einer Kombination aus Eigenkapital und einem oder mehreren Darlehen. Wichtige Bestandteile sind Zinssatz, Tilgung, Laufzeit, Sondertilgungen und mögliche Fördermittel.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Wert für einen Quadratmeter unbebauten Bodens in einer bestimmten Lage. Er wird regelmäßig von Gutachterausschüssen ermittelt und dient als Orientierung für Grundstückspreise. Er ist ein wichtiger Indikator für die Wertermittlung, ersetzt aber keine individuelle Bewertung.
C
Courtage
Die Courtage ist die Vermittlungsprovision, die ein Makler für die erfolgreiche Vermittlung eines Immobilienkaufs oder einer Vermietung erhält. Die Höhe ist vertraglich geregelt und kann je nach Region und Art des Auftrags variieren. Seit 2020 gibt es in Deutschland klare Regeln, wer die Maklerkosten tragen muss, insbesondere bei Kaufverträgen.
Cashflow
Der Cashflow beschreibt die tatsächliche Liquidität einer Immobilie, also die Differenz zwischen Einnahmen (z. B. Miete) und Ausgaben (z. B. Zinsen, Verwaltung, Instandhaltung). Ein positiver Cashflow bedeutet, dass die Immobilie regelmäßig Geld abwirft, während ein negativer Cashflow zusätzliche Zahlungen des Eigentümers erfordert.
D
Darlehen
Ein Darlehen ist ein Kredit, den eine Bank oder ein Kreditinstitut für den Immobilienkauf oder -bau gewährt. Es wird über einen vereinbarten Zeitraum in regelmäßigen Raten zurückgezahlt, bestehend aus Zins und Tilgung. Die Konditionen hängen von Bonität, Laufzeit und Sicherheiten ab.
Denkmalschutz
Beim Denkmalschutz handelt es sich um den gesetzlichen Schutz historisch oder kulturell wertvoller Gebäude. Eigentümer müssen bei Umbauten oder Sanierungen bestimmte Vorgaben einhalten und oft Genehmigungen einholen. Gleichzeitig können Denkmalschutz-Immobilien steuerliche Vorteile oder Fördermittel bieten.
Dienstbarkeit
Eine Dienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das die Nutzung eines Grundstücks durch Dritte regelt. Beispiele sind Wegerechte, Leitungsrechte oder Wohnrechte. Dienstbarkeiten können die Nutzungsmöglichkeiten und den Wert eines Grundstücks beeinflussen.
Doppelhaushälfte
Eine Doppelhaushälfte ist ein Gebäude, das mit einer zweiten Haushälfte eine bauliche Einheit bildet, aber getrennt genutzt wird. Beide Hälften haben in der Regel eigene Grundstücksanteile und separate Eingänge. Doppelhaushälften sind oft günstiger als freistehende Einfamilienhäuser.
E
Eigenkapital
Eigenkapital ist das Geld, das ein Käufer selbst in die Immobilienfinanzierung einbringt, zum Beispiel Ersparnisse oder Eigenleistungen. Je höher das Eigenkapital, desto günstiger sind oft die Konditionen, weil das Risiko für die Bank geringer ist. Viele Banken verlangen einen Mindestanteil an Eigenkapital.
Energieausweis
Der Energieausweis bewertet die energetische Effizienz eines Gebäudes und zeigt den Energiebedarf oder -verbrauch an. Er ist bei Verkauf oder Vermietung Pflicht und gibt potenziellen Käufern oder Mietern einen Überblick über mögliche Energiekosten und Sanierungsbedarf.
Erbbaurecht
Beim Erbbaurecht wird ein Grundstück nicht gekauft, sondern langfristig (meist 50–99 Jahre) gepachtet, um darauf ein Gebäude zu errichten oder zu nutzen. Der Erbbauberechtigte zahlt dafür einen regelmäßigen Erbbauzins. Das Erbbaurecht ist eine Alternative zum Grundstückskauf.
Erschließungskosten
Erschließungskosten entstehen, wenn ein Grundstück an die Infrastruktur angeschlossen wird, z. B. an Wasser, Abwasser, Strom, Straße oder Telefon. Sie können einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen und sind oft vom Käufer zu tragen.
F
Flurkarte
Die Flurkarte ist eine amtliche Karte, die Lage, Form und Grenzen von Grundstücken darstellt. Sie ist Teil des Liegenschaftskatasters und wird bei Grundstückskäufen und Planungen häufig genutzt, um Grenzen und Flächen genau zu bestimmen.
Flurstück
Ein Flurstück ist die kleinste Einheit eines Grundstücks im Kataster. Es hat eine eindeutige Nummer und kann Teil eines größeren Grundstücks sein oder selbst als eigenständiges Grundstück gelten. Flurstücke sind wichtig für Eigentums- und Nutzungsrechte.
Fälligkeitsmitteilung
Die Fälligkeitsmitteilung wird vom Notar oder Verkäufer an den Käufer geschickt, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind. Sie informiert darüber, ab wann der Kaufpreis und die Nebenkosten bezahlt werden können, damit der Eigentumsübergang im Grundbuch erfolgen kann.
Fremdkapital
Fremdkapital ist der Anteil der Finanzierung, der über Kredite (z. B. Bankdarlehen) finanziert wird. Je höher der Fremdkapitalanteil, desto höher sind in der Regel Zinskosten und das finanzielle Risiko, da regelmäßige Rückzahlungen erforderlich sind.
G
Gebäudeversicherung
Die Gebäudeversicherung schützt vor finanziellen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Sie ist für Eigentümer wichtig, weil Reparaturen oder Wiederaufbau schnell hohe Kosten verursachen können. Viele Banken verlangen den Abschluss einer Gebäudeversicherung als Teil der Finanzierung.
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in dem Eigentumsverhältnisse, Rechte und Belastungen eines Grundstücks dokumentiert sind. Es dient der Rechtssicherheit und ist die Grundlage für Eigentumsübertragungen und die Eintragung von Sicherheiten wie Grundschulden.
Grunddienstbarkeit
Eine Grunddienstbarkeit ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht, das die Nutzung eines Grundstücks zugunsten eines anderen Grundstücks regelt, zum Beispiel Wegerechte oder Leitungsrechte. Sie kann die Nutzungsmöglichkeiten und den Wert des Grundstücks beeinflussen.
Grundschuld
Die Grundschuld ist eine Form der Kreditsicherung, bei der eine Belastung im Grundbuch eingetragen wird. Sie sichert die Bank gegen Zahlungsausfälle ab und ermöglicht dem Kreditgeber, bei Nichtzahlung auf die Immobilie zuzugreifen. Grundschulden sind flexibel und können auch für mehrere Kredite genutzt werden.
H
Hausgeld
Das Hausgeld ist der monatliche Betrag, den Eigentümer einer Wohnung im Mehrfamilienhaus zahlen. Es deckt Betriebskosten, Verwaltung, Rücklagen und Instandhaltung ab. Das Hausgeld ist ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation der monatlichen Belastung.
Heizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung regelt die verbrauchsabhängige Abrechnung von Heizkosten in Mehrfamilienhäusern. Ziel ist es, Energie zu sparen, indem die Kosten nach tatsächlichem Verbrauch aufgeteilt werden. Vermieter müssen die Abrechnung transparent und nachvollziehbar erstellen.
Hypothek
Die Hypothek ist eine klassische Form der Kreditsicherung im Grundbuch. Sie war früher sehr verbreitet, wird heute jedoch häufig durch die flexiblere Grundschuld ersetzt. Bei Zahlungsverzug kann die Bank die Zwangsvollstreckung in die Immobilie betreiben.
I
Immobilienbewertung
Die Immobilienbewertung ermittelt den aktuellen Wert einer Immobilie. Sie kann auf verschiedenen Verfahren basieren, z. B. Vergleichswert, Sachwert oder Ertragswert. Eine Bewertung ist wichtig für Verkauf, Finanzierung, Erbschaft oder Scheidung.
Indexmiete
Bei der Indexmiete wird die Miete anhand eines Preisindexes (meist Verbraucherpreisindex) angepasst. Das bedeutet, dass Mieterhöhungen nicht willkürlich erfolgen, sondern an die allgemeine Preisentwicklung gekoppelt sind.
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst Maßnahmen zur Erhaltung des baulichen Zustands einer Immobilie, z. B. Reparaturen an Dach, Fassade oder Technik. Sie unterscheidet sich von Modernisierung, die eine Verbesserung über den ursprünglichen Zustand hinaus darstellt.
Instandhaltungsrücklage
Die Instandhaltungsrücklage ist ein finanzieller Puffer, den Eigentümergemeinschaften bilden, um größere Reparaturen und Sanierungen zu finanzieren. Sie sorgt dafür, dass unerwartete Kosten nicht sofort als Sonderumlage anfallen müssen.
J
Jahresabrechnung
Die Jahresabrechnung ist die jährliche Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben einer Eigentümergemeinschaft. Sie zeigt, welche Kosten angefallen sind und wie diese auf die Eigentümer verteilt werden. Die Abrechnung ist Grundlage für eventuelle Nachzahlungen oder Rückzahlungen.
Junges Baujahr
Der Begriff „junges Baujahr“ beschreibt eine relativ neue Immobilie, die meist moderne Standards, geringeren Sanierungsbedarf und zeitgemäße Technik bietet. Ein jüngeres Baujahr kann sich positiv auf Energieeffizienz und Wertstabilität auswirken.
K
Kaufpreis
Der Kaufpreis ist der vertraglich vereinbarte Betrag für den Erwerb einer Immobilie. Er basiert auf Marktwert, Lage, Zustand und Angebot/Nachfrage. Neben dem Kaufpreis fallen meist noch Nebenkosten an, die zusätzlich zu kalkulieren sind.
Kaufnebenkosten
Kaufnebenkosten sind zusätzliche Kosten zum Kaufpreis, wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie ggf. Maklerprovision. Diese Kosten sollten Käufer bei der Finanzierung frühzeitig einplanen, da sie einen erheblichen Betrag ausmachen können.
KfW-Förderung
Die KfW-Förderung unterstützt energieeffizientes Bauen, Sanieren oder den Erwerb von Förderimmobilien. Sie kann in Form von zinsgünstigen Darlehen, Zuschüssen oder Tilgungszuschüssen gewährt werden. Fördermittel sind an bestimmte Anforderungen geknüpft.
Kündigungsschutz
Der Kündigungsschutz im Mietrecht schützt Mieter vor willkürlicher Kündigung. Vermieter dürfen nur unter bestimmten Bedingungen kündigen, z. B. bei Eigenbedarf oder Vertragsverletzungen. Der Schutz ist ein zentraler Bestandteil des Mietrechts.
L
Lastenfreistellung
Die Lastenfreistellung sorgt dafür, dass Belastungen aus dem Grundbuch (z. B. Grundschulden oder Wegerechte) vor Eigentumsübergang gelöscht oder umgeschrieben werden, sofern sie nicht bestehen bleiben sollen. Sie ist Teil des Kaufprozesses und wichtig für eine saubere Eigentumsübertragung.
Lagebewertung
Die Lagebewertung analysiert die Qualität des Standorts einer Immobilie, etwa Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Schulen, Arbeitsplätze und zukünftige Entwicklung. Die Lage ist einer der wichtigsten Faktoren für Wert und Vermietbarkeit.
Liegenschaftszins
Der Liegenschaftszins ist ein Parameter im Ertragswertverfahren und beschreibt die Renditeerwartung für Grundstücke. Er wird von Gutachterausschüssen ermittelt und beeinflusst die Wertermittlung, insbesondere bei vermieteten Immobilien.
M
Maklervertrag
Der Maklervertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen Makler und Auftraggeber, also Verkäufer oder Käufer. Er definiert Leistungen, Provision, Laufzeit und Bedingungen der Vermittlung. Es gibt unterschiedliche Vertragsarten, z. B. Alleinauftrag oder einfacher Auftrag.
Marktwert
Der Marktwert ist der Preis, der am Markt bei einem Verkauf unter normalen Bedingungen voraussichtlich erzielt werden kann. Er ergibt sich aus Angebot, Nachfrage, Lage, Zustand und Vergleichsobjekten.
Mietrendite
Die Mietrendite ist eine Kennzahl, die das Verhältnis zwischen Mieteinnahmen und Kaufpreis beschreibt. Sie hilft, die Wirtschaftlichkeit einer Anlageimmobilie zu beurteilen. Es gibt Brutto- und Nettorendite, wobei letztere auch Kosten berücksichtigt.
Miteigentumsanteil
Der Miteigentumsanteil beschreibt den rechnerischen Anteil eines Eigentümers am gemeinschaftlichen Eigentum eines Mehrfamilienhauses. Er beeinflusst die Verteilung von Kosten, Stimmrechten und Pflichten innerhalb der Eigentümergemeinschaft.
N
Nebenkosten
Nebenkosten sind laufende Kosten, die zusätzlich zur Miete anfallen, z. B. für Heizung, Wasser, Müllabfuhr oder Hausmeister. Bei Vermietung werden sie oft als Vorauszahlung geleistet und jährlich abgerechnet.
Nießbrauch
Nießbrauch ist ein im Grundbuch eingetragenes Recht, eine Immobilie zu nutzen oder Einnahmen daraus zu ziehen, ohne Eigentümer zu sein. Der Nießbraucher kann beispielsweise die Immobilie bewohnen oder vermieten, während das Eigentum bei einer anderen Person liegt.
Notar
Der Notar ist eine unabhängige Amtsperson, die Immobilienkaufverträge beurkundet und damit rechtssicher macht. Er prüft die rechtliche Situation, klärt den Inhalt des Vertrags und sorgt für die Eintragung im Grundbuch.
O
Objektbeschreibung
Die Objektbeschreibung ist die detaillierte Darstellung einer Immobilie im Exposé oder Vertrag. Sie enthält Angaben zu Lage, Größe, Ausstattung, Zustand, Baujahr und Besonderheiten. Eine klare Objektbeschreibung ist wichtig für Transparenz und Vergleichbarkeit.
Objektwert
Der Objektwert beschreibt den wirtschaftlichen Wert einer Immobilie unter Berücksichtigung von Lage, Zustand, Nutzbarkeit und Ertragsfähigkeit. Er ist eine zentrale Größe in der Immobilienbewertung, besonders bei Renditeobjekten.
P
Provisionspflicht
Die Provisionspflicht regelt, wer die Maklercourtage zahlt. Seit 2020 gilt in Deutschland bei Wohnimmobilien oft, dass Käufer und Verkäufer die Provision teilen oder der Auftraggeber sie trägt – je nach Bundesland und Vertrag.
Pfandrecht
Ein Pfandrecht ist ein Recht zur Sicherung einer Forderung, z. B. durch eine Grundschuld. Es ermöglicht dem Gläubiger, im Falle der Nichtzahlung auf das Grundstück zuzugreifen und die Forderung durch Zwangsvollstreckung zu befriedigen.
Q
Quadratmeterpreis
Der Quadratmeterpreis ist der Preis pro Quadratmeter Wohn- oder Nutzfläche. Er wird häufig zur Vergleichbarkeit von Immobilien genutzt, ist aber nur ein Anhaltspunkt, da Lage, Zustand und Ausstattung stark variieren können.
R
Renovierung
Renovierung umfasst Maßnahmen zur optischen und funktionalen Auffrischung einer Immobilie, z. B. neue Böden, Anstrich oder Austausch von Armaturen. Renovierungen verbessern den Wohnkomfort und können den Wert steigern, ohne den Charakter der Immobilie grundlegend zu verändern.
Restschuld
Die Restschuld ist der noch offene Betrag eines Darlehens nach bisherigen Rückzahlungen. Sie wird im Laufe der Laufzeit kleiner, bis das Darlehen vollständig getilgt ist.
Rücktrittsrecht
Ein Rücktrittsrecht erlaubt es, unter bestimmten Bedingungen vom Kaufvertrag zurückzutreten. Es kann vertraglich vereinbart sein oder sich aus gesetzlichen Regelungen ergeben, z. B. bei fehlerhafter Information oder fehlenden Voraussetzungen.
S
Sanierung
Sanierung umfasst Maßnahmen zur nachhaltigen Wiederherstellung oder Verbesserung einer Immobilie, z. B. energetische Modernisierung, Austausch von Fenstern oder Erneuerung der Haustechnik. Sanierungen können den Wert erhöhen und laufende Kosten senken.
Sondereigentum
Sondereigentum bezeichnet die Räume einer Eigentumswohnung, die ein Eigentümer allein nutzen und verändern darf, z. B. Wohnräume, Küche oder Bad. Gemeinschaftseigentum sind dagegen Treppenhaus, Fassade oder Dach.
Sonderumlage
Eine Sonderumlage ist eine einmalige zusätzliche Zahlung der Wohnungseigentümergemeinschaft, z. B. für unerwartete Reparaturen oder Sanierungen, wenn die Rücklagen nicht ausreichen.
Staffelmiete
Bei der Staffelmiete steigt die Miete zu festen Zeitpunkten um einen vereinbarten Betrag. Die Staffelung ist vertraglich geregelt und bietet Planungssicherheit für Vermieter und Mieter.
T
Teilungserklärung
Die Teilungserklärung ist ein Dokument, das ein Gebäude in einzelne Eigentumseinheiten aufteilt und die Rechte und Pflichten der Eigentümer regelt. Sie definiert, welche Teile Sondereigentum und welche Teile Gemeinschaftseigentum sind.
Tilgung
Die Tilgung ist die Rückzahlung des aufgenommenen Darlehens. Sie reduziert die Restschuld und wird meist in regelmäßigen Raten zusammen mit den Zinsen gezahlt. Eine höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit, erhöht aber die monatliche Belastung.
U
Umschreibung
Die Umschreibung im Grundbuch bezeichnet den Eigentümerwechsel nach dem Kauf. Erst mit der Eintragung im Grundbuch ist der neue Eigentümer rechtlich wirksam.
Unterkellerung
Die Unterkellerung beschreibt, ob und in welchem Umfang ein Gebäude einen Keller hat. Ein Keller bietet zusätzlichen Stauraum, kann aber auch Einfluss auf Feuchtigkeit und Baukosten haben.
V
Verkehrswert
Der Verkehrswert ist der Wert, der im regulären Markt unter normalen Bedingungen wahrscheinlich erzielt werden kann. Er basiert auf Vergleichswerten, Lage, Zustand und Nachfrage.
Vorkaufsrecht
Ein Vorkaufsrecht gibt einer Person oder Institution das Recht, eine Immobilie zu den gleichen Bedingungen zu kaufen, bevor sie an einen Dritten verkauft werden darf. Es kann vertraglich oder gesetzlich geregelt sein.
Vermietung
Vermietung ist die entgeltliche Überlassung einer Immobilie oder Wohnung zur Nutzung. Der Vermieter erhält dafür eine Miete, während der Mieter ein Nutzungsrecht erhält.
W
Wohnfläche
Die Wohnfläche umfasst alle anrechenbaren Flächen einer Wohnung nach der Wohnflächenverordnung. Dazu zählen Wohn- und Schlafräume, Küche, Bad und Flur. Balkone oder Dachschrägen werden nur teilweise angerechnet.
Wertgutachten
Ein Wertgutachten ist ein schriftlicher Bericht, der den Wert einer Immobilie fachlich fundiert ermittelt. Es wird von einem Gutachter erstellt und kann bei Kauf, Verkauf, Finanzierung oder Erbschaft erforderlich sein.
WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft)
Die Wohnungseigentümergemeinschaft besteht aus allen Eigentümern eines Mehrfamilienhauses. Sie trifft Entscheidungen über gemeinschaftliche Angelegenheiten, z. B. Instandhaltung, Verwaltung oder Hausgeld.
Z
Zinsbindung
Die Zinsbindung ist der Zeitraum, in dem der Zinssatz eines Darlehens festgeschrieben ist. Während dieser Zeit bleibt die Rate stabil. Nach Ablauf kann der Zinssatz neu verhandelt oder angepasst werden.
Zwangsversteigerung
Die Zwangsversteigerung ist ein gerichtliches Verfahren, bei dem eine Immobilie meist wegen Zahlungsrückständen öffentlich versteigert wird. Käufer können dabei häufig einen niedrigeren Preis erzielen, tragen aber Risiken wie versteckte Mängel.
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